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Wiederkehrende Einnahmen als Agentur: Modelle, die neben Projekten tragen

Von Philippe Ramón Hamerla · 4. November 2026 · 11 Min. Lesezeit

Nach dem Relaunch braucht der Kunde nichts mehr, und die Agentur jagt dem nächsten Auftrag hinterher. Shopspotting ist das Provisionsmodell von Merchavio: Wer Creator, Coaches und Experten zu Merchavio bringt, bekommt 25 % von allem, was sie an Merchavio zahlen, netto, aus der Gebühr auf jeden ihrer Verkäufe und aus ihrem Abo, jeden Monat, solange sie Kunde sind. Es ist eines von fünf Modellen für wiederkehrende Einnahmen als Agentur. Die anderen vier wachsen mit deinen Stunden oder deiner Kundenzahl. Shopspotting passt nur zu Kunden, die digitale Produkte verkaufen, und wächst mit ihren Verkäufen.

Was wiederkehrende Einnahmen für eine Agentur bedeuten

Ein Relaunch, eine Landingpage, ein Funnel: Bezahlt wird einmal, dann ist der Auftrag fertig. In einem Monat laufen drei Projekte gleichzeitig, im nächsten keines, und die Miete kommt trotzdem. Im Englischen heißt das „Feast and Famine“, auf Deutsch etwa: erst zu viel, dann nichts.

Wiederkehrende Einnahmen heißt hier: Geld, das jeden Monat wiederkommt, ohne dass du ein neues Projekt verkaufst. Decken diese Grundeinnahmen die Fixkosten, ist ein Monat ohne neuen Auftrag kein Loch mehr, und du hast den Cashflow deiner Agentur besser im Griff. Im Steuerrecht meint „regelmäßig wiederkehrende Einnahmen“ etwas anderes; was das für dich bedeutet, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.

Bei jedem Modell lohnt eine Frage: Woran hängt es? An deinen Stunden, an der Zahl deiner Kunden oder an dem, was deine Kunden selbst verkaufen. Davon hängt ab, wie weit es wachsen kann und wie viel Arbeit jeder zusätzliche Euro kostet.

ModellWoran es hängtArbeit je MonatWächst mit
Wartung und PflegeZahl der gewarteten Websitesfeste Aufgaben je Websitemehr Wartungskunden
Retainergebuchte Stunden oder Leistungenso viel wie gebuchtmehr gebuchten Stunden
MonatspaketKunden, die das Paket buchengleiche Leistung je Kundemehr Kunden im Paket
Hosting und TechnikZahl der betreuten WebsitesUpdates, Ausfälle, Supportmehr betreuten Websites
ShopspottingZahlungen deiner Kunden an Merchaviokeine zusätzliche Arbeit für die Provisionden Verkäufen deiner Kunden

Eigene Einordnung. Shopspotting nur bei Kunden, die digitale Produkte verkaufen; Provision laut Partner-Bedingungen, Ziffer 2. Stand 04.11.2026.

Wartungsvertrag für die Website: Lohnt sich das für Webdesigner?

Für Webdesigner ist die Wartung oft der erste Schritt zu einem regelmäßigen Einkommen im Webdesign. Die Website steht, und sie braucht Updates, Backups und jemanden, der hinschaut, wenn sich ein Formular nicht mehr abschicken lässt. Im Wartungsvertrag oder Pflegepaket legst du fest, was jeden Monat passiert.

Es lohnt sich, wenn der Umfang klar ist. Ohne klaren Umfang wird aus der Wartung ein Notdienst: Der Kunde ruft bei jedem Problem an, und die Pauschale deckt die Stunden längst nicht mehr.

Schreib in den Wartungsvertrag, was jeden Monat enthalten ist (zum Beispiel Updates einmal im Monat, tägliche Backups und ein Test nach jedem Update), wie schnell du auf eine Störung reagierst und was du extra abrechnest. Dann weiß dein Kunde vorher, wofür er zahlt.

Den Preis rechnest du aus deinem Stundensatz und den Stunden, die diese Aufgaben im Monat wirklich brauchen. Die Wartung hängt an der Zahl der Websites: Zehn Wartungskunden bringen zehn Pauschalen und zehnmal die Arbeit.

Was ist ein Retainer bei einer Agentur?

Ein Retainer ist eine feste Monatspauschale, für die der Kunde ein Kontingent bekommt: eine Zahl an Stunden oder eine vereinbarte Leistung, zum Beispiel vier Blogartikel oder die Betreuung seiner Anzeigen. Für die Agentur wird so aus einem Projekt eine laufende Zusammenarbeit.

Die Grenze steckt in der Rechnung. Ein Retainer verkauft deine Zeit: Willst du doppelt so viel einnehmen, brauchst du doppelt so viele Retainer oder doppelt so viele Stunden. Hängt ein großer Teil deiner Einnahmen an zwei, drei Kunden, reißt eine einzige Kündigung ein großes Loch. Und wer mehr Stunden verkauft, als das Team hat, liefert schlechter.

Feste Monatspakete

Beim Monatspaket verkaufst du ein festes Ergebnis zum festen Preis statt Stunden: jeden Monat eine neue Verkaufsseite, einen Newsletter oder eine Kampagne. Weil jedes Paket gleich abläuft, wird dein Aufwand planbarer. Wachsen kann das Paket trotzdem nur mit der Zahl der Kunden, die es buchen.

RetainerMonatspaket
Der Kunde kauftStunden oder eine Leistungein festes Ergebnis
Dein Aufwandje nach Monat verschiedenjeden Monat gleich
Mehr Einnahmen durchmehr verkaufte Stundenmehr Kunden im Paket

Beide Modelle machen die Einnahmen planbar. Beide hängen an deiner Arbeitszeit.

Hosting und technische Betreuung

Viele Agenturen rechnen Hosting und technische Betreuung monatlich ab. Das bindet Kunden, weil ein Umzug Aufwand macht. Dafür bist du der Erste, den der Kunde anruft, wenn die Seite ausfällt, auch wenn der Fehler beim Hoster liegt. Liegt der Shop eines Kunden auf einer Verkaufsplattform, übernimmt die Plattform das Hosting des Shops, und dieser Posten fällt dort für dich weg.

Welche wiederkehrenden Einnahmen wachsen, ohne dass du mehr Stunden verkaufst?

Alle Modelle bis hierhin wachsen mit deiner Zeit oder deiner Kundenzahl. Baust du Websites oder Funnels für Coaches und Fachleute, kommt bei manchen eine weitere Größe dazu: Sie verkaufen selbst online, etwa Kurse oder Mitgliedschaften, oder sie wollen damit anfangen.

Für diese Kunden gibt es Shopspotting. Merchavio, das wir entwickeln, ist ein System, mit dem Selbstständige digitale Produkte verkaufen, mit Website, Shop, Kursen, Community und Kundenliste unter einem Login. Empfiehlst du es deinen Kunden, bei Merchavio Seller genannt, und registrieren sie sich über deinen Shopspotter-Link, bekommst du 25 % von allem, was sie an Merchavio zahlen, netto (Partner-Bedingungen, Ziffer 2).

Was deine Kunden an Merchavio zahlen, hat zwei Teile: den Plan, von 19 € im Monat (Starter) bis 499 € (Plus), und eine Gebühr auf jeden Verkauf, je nach Plan 1,9 % bis 1,2 % plus 0,25 €, alle Preise netto. Zahlt dein Kunde seinen Plan monatlich, ist dein Anteil daran ein fester Grundbetrag zwischen 4,75 € und 124,75 € im Monat. Dein Anteil an den Gebühren steigt mit jedem Verkauf, den deine Kunden machen.

Für die Provision musst du keine Stunde mehr arbeiten. Die Arbeit liegt vorher, in einer ehrlichen Empfehlung an jemanden, zu dem Merchavio passt.

Rechenbeispiel: eine Kundin, die mehr verkauft

Eine Kundin verkauft im Plan Growth (49 € im Monat, 1,6 % + 0,25 € je Verkauf) eine Videoreihe für 10 €. Im ersten Monat sind es 500 Verkäufe, also 5.000 € Umsatz. Sie zahlt Merchavio 49 € für den Plan und 205 € Gebühren (1,6 % von 5.000 € sind 80 €, dazu 500-mal 0,25 €). Deine Provision: 25 % von 254 €, also 63,50 €.

Bei diesem Umsatz wäre Starter für sie noch etwas günstiger (239 € statt 254 €), ab 10.000 € Umsatz im Monat ist Growth günstiger. Wir rechnen trotzdem mit Growth weiter.

Ein Jahr später verkauft sie 1.500-mal im Monat, für 15.000 €. Der Plan kostet dasselbe, die Gebühren steigen auf 615 €. Deine Provision liegt dann bei 166,00 € im Monat, und deine Arbeit für diese Kundin ist dieselbe geblieben.

63,50 €
Provision im Monat, wenn deine Kundin für 5.000 € verkauft
166,00 €
Provision im Monat, wenn sie für 15.000 € verkauft
Beispiel: Plan Growth, Produkt zu 10 €, gerechnet wie im Rechner auf merchavio.com/shopspotting, Preise zzgl. USt, Stand 04.11.2026. Ein Beispiel, kein Durchschnitt und keine Zusage.

Ein Beispiel aus den Fragen auf der Shopspotting-Seite: Ein Kunde im Plan Growth mit 200 Verkäufen zu 50 € im Monat bringt dir rund 64,75 € im Monat, davon 12,25 € aus dem Abo und 52,50 € aus den Verkäufen. Bei Kunden, die gut verkaufen, kommt der größere Teil aus den Verkäufen.

Hast du mehrere Kunden bei Merchavio, zählt jeder einzeln, und die Beträge addieren sich. Wie viel es bei dir wird, hängt davon ab, wie viele deiner Kunden passen, wie viel sie verkaufen und wie lange sie bleiben.

Modelle kombinieren und sauber getrennt halten

Für eine Agentur mit Kunden, die online verkaufen, greifen die Modelle ineinander. Wie verdienen Agenturen in diesem Fall Geld? An drei Stellen, die jeweils anders bezahlt werden:

  1. Projekt

    Du richtest den Shop deines Kunden ein und rechnest das einmal ab.

  2. Betreuung

    Neue Verkaufsseiten oder der Newsletter laufen als Retainer oder Monatspaket weiter.

  3. Provision

    25 % von Plan und Verkaufsgebühren, solange dein Kunde bei Merchavio bleibt und du Shopspotter bist.

Projekt und Betreuung vereinbarst du selbst mit deinem Kunden. Die Provision zahlt Merchavio.

Hilft deine Betreuung dem Kunden, mehr zu verkaufen, steigt auch deine Provision. Umgekehrt hängt die Provision nicht an der Betreuung: Sie läuft weiter, wenn dein Kunde den Shop später allein führt.

Getrennt halten heißt vor allem: Dein Honorar ist dasselbe, ob sich der Kunde über deinen Link registriert oder nicht. Manche Kunden fragen, ob du es um die Provision senkst. Einen Rabatt oder einen anderen Vorteil für die Registrierung über deinen Link darfst du nur geben, wenn Merchavio vorher in Textform zugestimmt hat (Partner-Bedingungen, Ziffer 6 j).

Sag deinem Kunden offen, dass du eine Provision bekommst, und schreib „Werbung“ direkt an den Link, wenn du ihn schickst oder veröffentlichst (Ziffer 5). Wer die Provision später selbst entdeckt, fragt sich, ob dein Rat ehrlich war.

Registrieren muss sich dein Kunde selbst über deinen Link: Erlaubt er Cookies, zählt der Klick 90 Tage lang. Ohne Cookies zählt er nur, wenn sich dein Kunde gleich nach dem Klick registriert, ohne die Seite neu zu laden. Einen Code zum Eintippen gibt es bei der Registrierung nicht.

Wann Shopspotting für deine Agentur nicht passt

Shopspotting passt nur zu einem Teil deiner Kunden. In diesen Fällen bringt es dir wenig oder gar nichts:

  • Deine Kunden verkaufen nichts Digitales und haben es auch nicht vor, etwa Handwerksbetriebe, Praxen oder Läden mit Ware im Regal. Merchavio ist für digitale Produkte gebaut.
  • Deine Kunden sind mit ihrem jetzigen System zufrieden. Dann gibt es keinen Grund für einen Wechsel, und eine Empfehlung kostet dich eher Vertrauen.
  • Du hast wenige Kunden, die wenig verkaufen. Dann bleibt vor allem der Anteil am Plan, im Plan Starter mit Monatszahlung 4,75 € im Monat, und für deine Fixkosten tragen Wartung und Retainer mehr.
  • Ein Kunde kündigt bei Merchavio. Ab dann entsteht aus ihm keine neue Provision, so wie eine gekündigte Wartung keine Pauschale mehr bringt.

Für die Planung: In deinem Shopspotter-Bereich steht je Kunde unter „≈ €/Monat“ ein Betrag, der nur aus dem Plan gerechnet ist. Die Provision aus den Verkäufen steckt erst in der Kennzahl „Dieser Monat“, die über den Monat aufläuft, und in der Spalte „Verdient“, die je Kunde alles seit der Registrierung zusammenzählt. Für deinen Cashflow rechnest du deshalb mit den abgeschlossenen Monaten unter „Provision je Monat“.

Dein nächster Schritt

Welche deiner Kunden für Shopspotting in Frage kommen, merkst du meist im Gespräch: an Sätzen wie „Ich will meinen Workshop online anbieten“ oder „Die Gruppe soll was kosten“. Mit welchen Anlässen du rechnen kannst, zeigt der nächste Ratgeber.

Was ein Kunde mit deinen eigenen Annahmen bringen würde, rechnest du auf der Shopspotting-Seite aus. Dort legst du auch das Shopspotter-Konto an: kostenlos, ohne eigenen Shop, für Selbstständige, Freelancer und Agenturen.

Nächster Schritt

An welchen Sätzen du merkst, dass ein Kunde jetzt einen Shop für Kurs oder Community braucht.

Kunden finden als Shopspotter: Wer braucht jetzt einen Shop? →

Kunden finden als Shopspotter ohne Kaltakquise: An sechs Anlässen erkennst du, wer jetzt einen Shop für Kurs oder Community braucht.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich als Agentur wiederkehrende Einnahmen?

Mit Leistungen, die Kunden jeden Monat bezahlen: Wartung und Pflege der Website, einem Retainer mit festem Kontingent, festen Monatspaketen oder Hosting und technischer Betreuung. Verkaufen deine Kunden Kurse, Coachings oder Communities, kommt Shopspotting dazu: 25 % netto von allem, was sie an Merchavio zahlen, jeden Monat, solange sie Kunde sind und du dabei bist.

Was ist ein Retainer bei einer Agentur?

Eine feste Monatspauschale, für die der Kunde ein Kontingent an Stunden oder eine vereinbarte Leistung bekommt, zum Beispiel vier Blogartikel im Monat. Ein Retainer macht die Einnahmen planbar, wächst aber nur mit den Stunden, die du verkaufst.

Lohnt sich ein Wartungsvertrag für Webdesigner?

Ja, wenn der Umfang klar geregelt ist: welche Aufgaben jeden Monat anfallen, wie schnell du reagierst und was extra kostet. Ohne diese Grenzen wird die Wartung zum Notdienst, den die Pauschale nicht deckt.

Welche wiederkehrenden Einnahmen wachsen, ohne dass ich mehr Stunden verkaufe?

Wartung, Retainer und Monatspakete wachsen mit deinen Stunden oder deiner Kundenzahl. Bei Kunden, die digitale Produkte verkaufen, wächst die Provision aus Shopspotting mit ihren Verkäufen, weil du 25 % der Gebühr auf jeden ihrer Verkäufe bekommst. Im Beispiel mit dem Plan Growth und 10 € je Verkauf steigt sie von 63,50 € auf 166,00 € im Monat, wenn deine Kundin statt 5.000 € für 15.000 € verkauft. Das ist ein Beispiel, keine Zusage.

Was ist Shopspotting und was bringt es einer Agentur?

Shopspotting ist das Provisionsmodell von Merchavio. Empfiehlst du Merchavio Kunden, die digitale Produkte verkaufen, und registrieren sie sich über deinen Link, bekommst du 25 % netto von ihrem Plan und von der Gebühr auf jeden ihrer Verkäufe. Für eine Agentur ist das eine Einnahme neben Projekt und Betreuung, die nicht an ihren Stunden hängt.

Wie verdienen Agenturen Geld?

Mit Projekten, die einmal bezahlt werden, und mit laufenden Leistungen wie Wartung, Retainern, Monatspaketen und Hosting. Agenturen, deren Kunden digitale Produkte verkaufen, können zusätzlich mit Shopspotting bei Merchavio verdienen: Sie bekommen eine Provision auf das, was ihre Kunden an Merchavio zahlen.

Shopspotter werden

Empfiehl Merchavio und bekomm einen Anteil an dem, was deine Seller an Merchavio zahlen, jeden Monat, solange sie Kunde sind.