Digitale Produkte verkaufen: Welche Plattform passt zu dir?
Welche Plattform zum Verkaufen digitaler Produkte passt, entscheidest du am besten in zwei Schritten: erst das Modell, dann den Anbieter. Es gibt drei Modelle. Marktplätze wie Etsy bringen Käufer mit, Reseller wie Digistore24 verkaufen dein Produkt in eigenem Namen, und im eigenen Shop verkaufst du selbst. Für ein E-Book zu 29 € kosteten die verglichenen Wege in unserem Rechenbeispiel bei 50 Verkäufen im Monat zwischen rund 93 € und 193 €, Monatspreis und Gebühren zusammen. Mindestens so wichtig ist, wem die Kunden gehören, wenn du später wechseln willst.
Wo kann man digitale Produkte verkaufen? Drei Wege
Die meisten Listen zählen zehn oder zwanzig Anbieter auf. Leichter wird die Wahl, wenn du zuerst klärst, wer deinem Käufer gegenüber als Verkäufer auftritt und wer das Geld einsammelt. Daraus ergeben sich drei Wege.
Marktplatz: Die Käufer sind schon da
Auf einem Marktplatz steht dein Produkt neben vielen anderen. Etsy ist ein bekannter Ort für Vorlagen, Planer und Printables, Amazon KDP für E-Books, Udemy für Onlinekurse. Käufer suchen dort von selbst, du brauchst am Anfang keine eigene Reichweite.
Dafür bestimmt der Marktplatz die Regeln, und er kann sie ändern. Udemy hat in einem Schreiben an die Dozenten angekündigt, ihren Anteil an den Abo-Einnahmen in drei Schritten von 25 % auf 15 % im Januar 2026 zu senken. Bei Verkäufen über den Udemy-Marktplatz sollte es bei 37 % bleiben. Die Käufer sind Kunden des Marktplatzes. Ob und wie du sie später selbst anschreiben darfst, regeln dessen Bedingungen.
Reseller: Die Plattform verkauft für dich
Ein Reseller kauft dein Produkt rechtlich ein und verkauft es in eigenem Namen weiter. Der Fachbegriff ist Merchant of Record, also ein Anbieter, der gegenüber dem Käufer selbst der Verkäufer ist. Digistore24 schreibt dazu, es sei der rechtliche Vertragspartner des Kunden. Der Reseller stellt die Rechnung, wickelt die Zahlung ab und führt die Umsatzsteuer ab.
Im deutschsprachigen Raum arbeiten Digistore24 und CopeCart so (CopeCart im Standardmodell, nicht bei CopeCart Pro), international Gumroad, seit dem 1. Januar 2025 ebenfalls als Merchant of Record (Preise von Gumroad). ablefy hat den Reseller-Weg als Zusatz für 2,5 % + 1,00 € je Zahlung (Preise von ablefy).
Das ist bequem und kostet je Verkauf mehr als eine reine Zahlungsabwicklung. Weil die Zahlung über den Reseller läuft, liegen dort auch die laufenden Abos deiner Kunden. Digistore24 hat ein eingebautes Affiliate-System, über das Partner dein Produkt gegen Provision bewerben (Ratgeber von Digistore24). Auch bei CopeCart können Affiliates mitmachen, für sie ist die Nutzung kostenlos (CopeCart-Hilfe zur Gebühr).
Eigener Shop: Du verkaufst selbst
Im eigenen Shop bist du der Verkäufer. Der Käufer schließt den Vertrag mit dir, und die Kundenliste gehört dir. Dazu zählen Shop-Systeme wie Shopify oder WooCommerce und All-in-one-Plattformen wie Kajabi, Podia oder Merchavio, das wir entwickeln. Bezahlt wird über einen Zahlungsdienst, bei Merchavio über dein eigenes Stripe-Konto, bei Shopify meist über Shopify Payments. Welcher Zahlungsweg zu Kursen und Abos passt, vergleichen wir im Artikel über Zahlungsanbieter für Online-Kurse. Was Kajabi in Euro kostet und wie ein Umzug von dort abläuft, steht im Artikel über die Kajabi-Alternative.
Käufer bringt dir hier meist niemand mit. Du brauchst eigene Reichweite, etwa über Instagram, YouTube, einen Newsletter oder Suchmaschinen. Rechnungen und Umsatzsteuer liegen bei dir; was dabei für dich gilt, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.
Digitale Produkte verkaufen: die drei Plattform-Arten im Vergleich
Auf welcher Plattform du digitale Produkte verkaufst, verändert mehr als die Gebühr. Die Tabelle fasst zusammen, worin sich die drei Wege unterscheiden.
| Marktplatz | Reseller | Eigener Shop | |
|---|---|---|---|
| Beispiele | Etsy, Udemy, Amazon KDP, Merchavio-Marktplatz | Digistore24, CopeCart, Gumroad | Shopify, Kajabi, Merchavio |
| Käufer kommen über | den Marktplatz | Affiliates und deine Reichweite | deine Reichweite |
| Kosten bei 50 Verkäufen im Monat | rund 161 € (Etsy) | rund 121 € bis 193 € | rund 93 € mit Monatspreis (Merchavio) |
| Gebühr je Verkauf im Beispiel | rund 11 % (Etsy) | rund 8 % bis 13 % | rund 5 % (Merchavio mit Stripe) |
| Verkäufer gegenüber dem Käufer | je nach Marktplatz du oder er | der Reseller | du |
| Kundendaten | nach den Regeln des Marktplatzes | beim Reseller, Zugang je nach Anbieter | deine Liste, exportierbar |
| Beim Wechsel | Käufer bleiben auf dem Marktplatz | laufende Abos bleiben beim Reseller | Liste geht mit, Abos je nach Zahlungskonto |
Gebühren aus dem Rechenbeispiel unten (E-Book zu 29 €), einschließlich Zahlungsgebühren, gerundet, bei Etsy und Gumroad der für sie günstigere Wert. Beim Merchavio-Marktplatz bleibst du Verkäufer, Zahlung und Kundendaten laufen über deinen eigenen Shop; der Marktplatz ist neu und hat noch wenige Käufer. Stand: 03.10.2026.
Was kostet ein E-Book für 29 € auf jeder Plattform?
Angenommen, du verkaufst ein E-Book für 29 € an Käufer, die mit einer normalen Karte aus Deutschland zahlen. Wir rechnen mit 50 und mit 300 Verkäufen im Monat, also 1.450 € und 8.700 € Umsatz.
Der Käufer zahlt überall 29 €. Die Umsatzsteuer darin lassen wir weg: Bei Etsy und beim Reseller führt sie die Plattform ab, im eigenen Shop du selbst. Dollarbeträge sind mit dem Euro-Referenzkurs der EZB vom 02.10.2026 umgerechnet, 1,1225 $ je Euro. Die übrigen Preise haben wir am 03.10.2026 auf den Seiten der Anbieter abgerufen, jeweils für Verkäufer in Deutschland.
- Etsy nimmt 6,5 % Transaktionsgebühr auf den Preis ohne Umsatzsteuer, in Deutschland 4 % + 0,30 € für die Zahlungsabwicklung auf den ganzen Betrag und 0,20 $ Einstellgebühr, die bei Artikeln mit mehreren Exemplaren nach jedem Verkauf neu anfällt; davon geht die Rechnung aus (Gebühren von Etsy, Gebühren für Etsy Payments, Stand: 03.10.2026). Die Umsatzsteuer schlägt Etsy bei digitalen Artikeln selbst auf, ob mit 7 % oder 19 %, hängt von der Kategorie des Artikels ab. Das ergibt rund 3,22 € bis 3,40 € je Verkauf; in den Tabellen steht der für Etsy günstigere Wert.
- Digistore24 nimmt 7,9 % vom Bruttopreis + 1 € je Verkauf in der EU (Gebührenrechner von Digistore24), rund 3,29 € je Verkauf.
- Gumroad nimmt 10 % + 0,50 $ je Verkauf, die Kartenzahlung mit 2,9 % + 0,30 $ kommt dazu (Gumroad-Hilfe zu den Gebühren). Auch Gumroad schlägt die Umsatzsteuer bei digitalen Produkten in der EU auf und nimmt auf Verkäufe mit Umsatzsteuer keine höheren Gebühren (Gumroad-Hilfe zur Umsatzsteuer). Je nach Umsatzsteuersatz (den ermäßigten für E-Books gibt es nur mit einer eigenen Einstellung) sind es rund 3,86 € bis 4,21 € je Verkauf; in den Tabellen steht der für Gumroad günstigere Wert. Kauft jemand über Gumroads eigenen Marktplatz Discover, sind es 30 %.
- Merchavio Starter kostet 19 € im Monat und 1,9 % + 0,25 € je Verkauf, zzgl. USt. Dazu kommt Stripe mit 1,5 % + 0,25 € je Kartenzahlung (Preise von Stripe). Zusammen sind das rund 1,49 € je Verkauf.
| Monatspreis | Kosten bei 50 Verkäufen | Kosten bei 300 Verkäufen | |
|---|---|---|---|
| Etsy | 0 € | 161 € | 967 € |
| Digistore24 | 0 € | 165 € | 987 € |
| CopeCart | 0 € | 121 € | 726 € |
| Gumroad | 0 € | 193 € | 1.157 € |
| Merchavio Starter | 19 € | 93 € | 465 € |
Was du im Monat an die Plattform und den Zahlungsdienst zahlst, bei 1.450 € bzw. 8.700 € Umsatz mit einem E-Book zu 29 €. Einschließlich Monatspreis und Zahlungsgebühren, ohne Werbegebühren, bei Etsy und Gumroad der für sie günstigere Wert. Etsy und Merchavio nennen ihre Gebühren ohne Umsatzsteuer. Stand: 03.10.2026.
Nicht eingerechnet sind Werbegebühren. Kommt ein Etsy-Verkauf über Etsys Anzeigen auf anderen Seiten zustande (Offsite Ads), gehen 15 % zusätzlich ab. Ab 10.000 $ Jahresumsatz sind es 12 %, dann kannst du dich davon nicht mehr abmelden. Etsy kann außerdem eine einmalige Gebühr für die Eröffnung des Shops verlangen.
Kann man digitale Produkte kostenlos verkaufen?
Ja, ohne Monatspreis geht es bei Etsy, Digistore24, CopeCart und Gumroad. Kostenlos heißt dabei nur: keine Grundgebühr. Die Plattform verdient an jedem Verkauf, und zwar mehr als ein Shop mit Monatspreis. Im Beispiel ist Merchavio Starter ab dem 11. Verkauf im Monat günstiger als Etsy und Digistore24 und ab dem 9. günstiger als Gumroad. CopeCart nimmt 4,9 % + 1 € je Verkauf (CopeCart-Hilfe zur Gebühr), dort liegt die Grenze bei 21 Verkäufen.
Merchavio hat keinen kostenlosen Tarif, nur fünf Tage zum Testen ohne Kreditkarte. Solange du noch gar nichts verkaufst, zahlst du bei jedem Shop mit Monatspreis drauf. Für erste Versuche ist ein Weg ohne Grundgebühr deshalb in Ordnung.
Was die Rechnung zeigt
Ab dem 21. Verkauf im Monat ist Merchavio Starter im Beispiel der günstigste der verglichenen Wege. Das gilt nicht für jedes Werkzeug: Reine Shop-Systeme wie Shopify berechnen mit ihrem eigenen Zahlungsdienst meist nur die Kartengebühr und können für reine Downloads günstiger sein. Ihre Preise hängen vom Land ab, deshalb stehen sie nicht in der Rechnung. Was Shopify ohne Apps kann und welche Apps für Kurse und Community dazukommen, zeigt unser Artikel über digitale Produkte mit Shopify.
Der Vorteil eines Shop-Systems schrumpft, wenn zu den Downloads mehr dazukommt: Kurse mit Videolektionen, eine Community mit monatlicher Zahlung oder Livestreams. Dafür brauchst du dort weitere Apps oder Werkzeuge, bei Merchavio sind sie im Plan enthalten. Was Kurs und Community zusammen kosten, haben wir im Vergleich der Online-Kurs-Plattformen durchgerechnet.

Bei Etsy, Digistore24 und Gumroad bekommst du für den höheren Satz auch etwas. Etsy bringt Käufer mit. Digistore24 und Gumroad kümmern sich als Reseller um Rechnung und Umsatzsteuer, und bei Digistore24 findest du Affiliates. Ob dir das den Aufpreis wert ist, hängt davon ab, wie viele Käufer du selbst mitbringst.
Wem gehören deine Kunden, und was nimmst du mit, wenn du gehst?
Gebühren kannst du jedes Jahr neu vergleichen. Schwerer zu ändern ist, wo deine Kunden liegen. Das merkt man oft erst, wenn man wechseln will, zum Beispiel weil die Plattform ihre Preise erhöht. Wie festgenagelt du dann bist, hängt an diesen Fragen:
- Kannst du Namen und E-Mail-Adressen deiner Käufer herunterladen und sie anschreiben?
- Liegen laufende Abos in einem Zahlungskonto, das dir gehört, oder bei der Plattform?
- Läuft dein Shop unter deiner eigenen Domain, oder führen alle Links, die du verteilt hast, auf die Plattform?
Auf einem Marktplatz gehören die Käufer zum Marktplatz, das ist der Preis für die Reichweite. Beim Reseller ist er der Vertragspartner deiner Kunden, und Abo-Kunden kannst du nicht einfach mitnehmen. Im eigenen Shop führst du die Kundenliste selbst.
Merchavio ist so gebaut, dass die Kunden beim Seller bleiben. Du verkaufst unter deinem Namen und auf Wunsch unter deiner eigenen Domain. Käufer zahlen direkt auf dein eigenes Stripe-Konto, Merchavio zieht seine Gebühr dort automatisch ab, und die Abos deiner Kunden liegen in deinem Stripe-Konto, nicht bei Merchavio. Die Kundenliste lädst du auf der Seite Customers über Export als CSV herunter, mit Name, E-Mail-Adresse, Zahl der Bestellungen und Umsatz je Kunde.

In die andere Richtung hat auch Merchavio eine Grenze: Einen Import bestehender Kunden mit ihrem Zugang gibt es nicht. Wer schon bei dir gekauft hat, bekommt für sein Produkt einen Gratis-Code; Abo-Kunden schließen ein neues Abo ab.
Merchavio hat außerdem einen eigenen Marktplatz. Ein Produkt erscheint dort nur, wenn du es selbst freigibst. Für Verkäufe, die über den Marktplatz kommen, fallen 8 % + 0,25 € an, bei Abos auf jede Zahlung. Dazu zählt auch ein Kauf in deinem Shop bis 24 Stunden nach einem Besuch über den Marktplatz; sonst bleibt es im eigenen Shop bei der Gebühr deines Plans. Der Marktplatz ist neu und bringt dir heute noch keine nennenswerte Zahl an Käufern.
Welche Plattform passt zu deinem Produkt?
Die beste Plattform, um digitale Produkte zu verkaufen, hängt davon ab, was du anbietest und wie viele Menschen dich schon kennen.
- Für Vorlagen, Planer und Printables ohne eigene Reichweite ist ein Marktplatz wie Etsy für den Anfang in Ordnung, weil dort schon gesucht wird. Rechne mit rund 11 % Gebühren je Verkauf.
- Für ein E-Book mit eigener Leserschaft lohnt sich ein eigener Shop schon ab wenigen Verkäufen im Monat. Ohne Leserschaft bringt Amazon KDP Käufer.
- Bei Onlinekursen hast du im eigenen Shop oder auf einer Kursplattform den Preis und die Teilnehmerliste selbst in der Hand. Auf Udemy bekommst du einen Anteil, den Udemy festlegt.
- Bei einer Community oder Mitgliedschaft mit monatlicher Zahlung zählt vor allem, wo die Abos liegen. Ein eigener Shop mit eigenem Zahlungskonto hält dir einen späteren Wechsel offen. Wie ein Mitgliederbereich hinter einem Login aufgebaut ist, steht in unserer Anleitung zur Website mit Mitgliederbereich, wie eine bezahlte Community in Merchavio aussieht, auf der Seite Community-Plattform.
- Coaching-Klienten kommen meist über dich selbst, Reichweite brauchst du dafür kaum, also reicht ein eigener Shop. In Merchavio verkaufst du Coaching als Produkt mit festem Preis, zum Beispiel ein Paket aus drei Terminen. Die Termine vereinbarst du nach dem Kauf direkt mit deinen Klienten.
- Soll dein Produkt vor allem über Affiliates verkauft werden, ist ein Reseller mit Affiliate-Netzwerk wie Digistore24 der naheliegende Weg. Merchavio hat ein eigenes Partnerprogramm je Shop, aber kein Verzeichnis, in dem fremde Affiliates nach Produkten suchen.
Etsy oder eigener Shop?
Etsy lohnt sich, solange die Käufer über die Suche auf Etsy kommen. Kommen sie über deinen Instagram-Kanal oder deinen Newsletter, hast du sie selbst gefunden, und sie bleiben trotzdem Kunden von Etsy. Spätestens dann lohnt der Vergleich mit einem eigenen Shop. Im Rechenbeispiel war Merchavio Starter ab dem 11. Verkauf im Monat günstiger als Etsy.
Marktplatz und eigenen Shop verbinden
Du kannst auch beides nutzen: einfache Vorlagen auf Etsy, damit neue Käufer dich finden, und das größere Angebot wie Kurs oder Community im eigenen Shop. Wer über Etsy gekauft hat und zufrieden ist, sucht später nach deinem Namen. Achte dabei auf die Regeln des Marktplatzes für Hinweise auf andere Shops.
Rechne das Beispiel mit deinem eigenen Preis und deiner Zahl an Verkäufen nach. Ab wann ein Monatspreis günstiger ist als ein Weg ohne Grundgebühr, lag im Beispiel zwischen 9 und 21 Verkäufen im Monat.
Verkaufst du Kurse und willst eine Community dazunehmen, rechnet der nächste Artikel durch, was Kurs, Community und E-Mail bei verschiedenen Anbietern im Monat kosten.
Online-Kurs-Plattformen im Vergleich: Tool-Mix, ablefy, Kajabi und Merchavio für Kurs und Community, in Euro gerechnet mit allen Gebühren.
Häufige Fragen
Wo kann man am besten digitale Produkte verkaufen?
Ohne eigene Reichweite auf einem Marktplatz wie Etsy für Vorlagen oder Amazon KDP für E-Books, weil dort schon Käufer suchen. Mit eigener Reichweite im eigenen Shop, dort sind die Gebühren niedriger und die Kundenliste gehört dir. Soll das Produkt vor allem über Affiliates verkauft werden, passt ein Reseller wie Digistore24.
Kann man digitale Produkte kostenlos verkaufen?
Ohne Monatspreis geht es bei Etsy, Digistore24, CopeCart und Gumroad. Dafür ist die Gebühr je Verkauf höher. Bei einem E-Book zu 29 € war ein Shop mit Monatspreis wie Merchavio Starter im Rechenbeispiel ab 9 bis 21 Verkäufen im Monat günstiger, je nach Anbieter. Stand: 03.10.2026.
Etsy oder eigener Shop: Was lohnt sich für digitale Produkte?
Etsy lohnt sich, solange die Käufer über die Etsy-Suche kommen. Bringst du die Käufer selbst mit, etwa über Instagram oder einen Newsletter, ist ein eigener Shop günstiger und du behältst die Kunden. Im Rechenbeispiel mit einem E-Book zu 29 € war das ab dem 11. Verkauf im Monat der Fall.
Kann man auf Shopify digitale Produkte verkaufen?
Ja. Die kostenlose App „Digital Products“ von Shopify liefert E-Books und andere Dateien nach dem Kauf aus. Monatspreis und Kartengebühren hängen bei Shopify vom Land deines Shops ab, die aktuellen Werte zeigt die Preisseite von Shopify. Für Kurse oder eine Community brauchst du weitere Apps; welche das sind und was sie kosten, steht im Artikel über digitale Produkte mit Shopify.
Wem gehören meine Kunden, wenn ich über eine Plattform verkaufe?
Das hängt vom Modell ab. Auf einem Marktplatz sind die Käufer Kunden des Marktplatzes. Bei einem Reseller wie Digistore24 ist der Reseller ihr Vertragspartner, laufende Abos bleiben bei ihm. Im eigenen Shop bist du der Verkäufer und führst die Kundenliste selbst. Bei Merchavio kannst du sie, solange dein Plan läuft, als CSV exportieren.
Was ist ein Merchant of Record?
Ein Merchant of Record ist ein Anbieter, der dein Produkt in eigenem Namen an den Käufer verkauft. Er stellt die Rechnung, wickelt die Zahlung ab und führt die Umsatzsteuer ab. Digistore24, CopeCart und Gumroad arbeiten so. Dafür ist die Gebühr je Verkauf höher als im eigenen Shop. Merchavio ist kein Merchant of Record.
Shop, Checkout, Kurse, Communities und Back-Office in einer Plattform.