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Website mit Mitgliederbereich erstellen: WordPress, Wix oder All-in-one?

Von Philippe Ramón Hamerla · Aktualisiert 4. November 2026 · 11 Min. Lesezeit

Eine Website mit Mitgliederbereich erstellst du auf drei Wegen: mit WordPress und einem Mitglieder-Plugin, mit einem Baukasten wie Wix oder mit einer Plattform, bei der Bezahlung und Zugang schon zusammenhängen. Für ein paar Seiten, die nur dein Verein oder dein Team sehen soll, reicht oft ein Baukasten. Willst du Inhalte verkaufen, zählt vor allem, was nach dem Kauf passiert: wer Zugang bekommt, wer ihn wieder verliert und wie ein Mitglied kündigt.

Geschützter Bereich oder Mitgliederbereich zum Verkaufen?

Wer einen Mitgliederbereich für die Homepage sucht, braucht oft nur ein paar Seiten, die nicht jeder sehen soll: Protokolle für den Verein oder Unterlagen fürs Team. Dafür reicht ein Passwort, und das gibt es oft kostenlos. Viele Baukästen haben dafür passwortgeschützte Seiten: Wer das Passwort kennt, sieht die Seite, eigene Konten je Mitglied gibt es dabei nicht. Ob und in welchem Tarif dein Baukasten das kann, etwa Jimdo oder IONOS, steht in seiner Hilfe.

Bei Wix bekommen Mitglieder ein eigenes Konto, und du kannst Seiten auf angemeldete Mitglieder oder bestimmte Rollen beschränken (Wix-Hilfe zu exklusiven Inhalten). Solange du nichts online verkaufst, brauchst du dafür kein Premiumpaket (Wix-Hilfe zum Upgrade).

Sobald Mitglieder bezahlen, wird daraus eine andere Aufgabe. Dann verwaltest du Verträge: Jedes Mitglied zahlt jeden Monat, eine Zahlung platzt, jemand kündigt, jemand will in den Jahresplan wechseln. Um diesen Fall geht es im Rest des Artikels.

Was ein Mitgliederbereich zum Verkaufen können muss

Die meisten Anleitungen hören auf, wenn die Seiten geschützt sind. Im Alltag fängt die Arbeit dann erst an. Prüfe jeden Weg an diesen Punkten, bevor du dich festlegst:

  • Mitglieder zahlen einmalig, monatlich oder jährlich, und die Abbuchung läuft ohne dein Zutun weiter.
  • Nach der Zahlung ist der Zugang sofort da. Du schaltest niemanden von Hand frei.
  • Endet ein Abo, schließt sich der Zugang von selbst. Sonst lesen gekündigte Mitglieder kostenlos weiter, bis dir das auffällt.
  • Mitglieder kündigen selbst, ohne dir dafür eine E-Mail zu schreiben.
  • Mitglieder können den Plan wechseln, etwa von monatlich auf jährlich.
  • Wer sein Passwort vergisst, kommt trotzdem schnell wieder hinein, zum Beispiel mit einem Code per E-Mail.
  • Der Bereich funktioniert auf dem Handy so gut wie am Rechner.
  • Du kannst deine Mitgliederliste mit allen Zahlungen jederzeit exportieren.

Wer Abos an Verbraucher verkauft, muss ihnen das Kündigen außerdem leicht machen. Was genau dafür gilt, klärst du am besten mit einer Anwältin oder einem Anwalt.

Teste vor dem Start einmal den ganzen Weg mit einer zweiten E-Mail-Adresse: kaufen, anmelden, kündigen. Prüfe danach, ob der Zugang nach dem Ende der bezahlten Zeit wirklich weg ist.

Mitgliederbereich mit WordPress erstellen

WordPress lässt dir die meiste Freiheit. Du mietest Speicherplatz bei einem Hoster, installierst WordPress und baust den Mitgliederbereich mit einem Plugin. Bekannt ist zum Beispiel MemberPress, es gibt aber mehrere solche Plugins. Die Schritte:

  1. Hosting buchen, etwa das WordPress-Hosting von STRATO. Der Tarif Plus kostet bei 12 Monaten Laufzeit im ersten Jahr 1 € im Monat, danach 9 € inklusive MwSt. (Preisseite von STRATO, Stand 02.10.2026).
  2. WordPress installieren und ein Theme wählen.
  3. Ein Mitglieder-Plugin kaufen und installieren. MemberPress kostet im Tarif Launch 399 $ im Jahr plus 4,9 % Gebühr je Zahlung, im Tarif Growth 699 $ im Jahr ohne Gebühr. Im ersten Jahr gibt es beide zum halben Preis (MemberPress-Preise, Stand 02.10.2026).
  4. Einen Zahlungsanbieter wie Stripe verbinden.
  5. Mitgliedschaften anlegen und festlegen, welche Seiten, Kurse oder Downloads zu welcher Mitgliedschaft gehören.
  6. Anmelde-, Konto- und Kündigungsseite einrichten und die E-Mails an Mitglieder einstellen.

Den Preis zahlst du mit Pflege. Updates spielst du selbst ein, und ab und zu passt nach einem Update etwas nicht mehr zusammen. Die Plugin-Lizenz musst du jedes Jahr verlängern. Kommt später eine Community oder ein Newsletter dazu, ist das meist jeweils ein weiteres Plugin oder Tool, das mit den anderen zusammenarbeiten muss.

Wix-Mitgliederbereich mit Preisplänen

Bei Wix fügst du den Mitgliederbereich als App hinzu und verkaufst den Zugang mit der App „Preispläne“. Seiten lassen sich dann auf Mitglieder mit einem bestimmten Preisplan beschränken. So gehst du vor:

  1. Mitgliederbereich hinzufügen

    Den Mitgliederbereich als App zur Website hinzufügen.

  2. Preisplan anlegen

    In „Preispläne“ einen Plan anlegen, zum Beispiel 19 € im Monat.

  3. Seiten zuordnen

    Die Seiten auswählen, die nur Mitglieder mit diesem Plan sehen.

  4. Website upgraden

    Zum Verkaufen von Mitgliedschaften verlangt Wix ein Premiumpaket (Wix-Hilfe zum Upgrade). Laut dem Preisvergleich von experte.de brauchst du mindestens den Tarif Core, je nach Laufzeit etwa 24 bis 32 € im Monat.

  5. Kündigung erlauben

    In den Einstellungen des Plans den Schalter „Plankündigung erlauben“ einschalten.

Bezeichnungen laut Wix-Hilfe. Stand: 02.10.2026.

Der letzte Schritt ist leicht zu übersehen. Ältere Testberichte schreiben noch, dass Mitglieder bei Wix nicht selbst kündigen können. Heute geht das, wenn du den Schalter für jeden Plan einschaltest. Mitglieder kündigen dann auf ihrer Seite „Meine Abos“, und bei monatlichen Plänen bleibt der Zugang bis zum Ende der bezahlten Zeit (Wix-Hilfe zur Kündigung).

Für einen Mitgliederbereich mit geschützten Seiten ist Wix der kürzeste Weg. Je mehr dazukommt, etwa Kurse oder eine Community, desto mehr Apps verbindest du mit deinen Preisplänen. Prüfe vorher, ob sich jede davon an einen Preisplan koppeln lässt.

All-in-one-Plattform für Mitgliedschaften

Der dritte Weg ist eine Plattform, die für den Verkauf digitaler Produkte gebaut ist, zum Beispiel Kajabi, Skool oder Merchavio, das wir entwickeln. Dort setzt du den Mitgliederbereich nicht aus Teilen zusammen. Zahlung und Zugang hängen schon aneinander, und Kurse oder Community sind Teil des Systems. Welche Arten von Plattformen es für digitale Produkte gibt und wem dort die Kunden gehören, steht in unserem Überblick über Plattformen für digitale Produkte. Was Kajabi in Euro kostet, steht im Artikel über die Kajabi-Alternative.

Bei Merchavio sieht das so aus: Käufer zahlen auf dein eigenes Stripe-Konto und finden danach alles, was sie bei dir gekauft haben, in einer Bibliothek in deinem Shop, mit Kursen, Downloads und Community.

WordPress mit Plugin
Hosting
WordPress und Theme
Mitglieder-Plugin
Zahlungsanbieter
weitere Plugins für Kurs oder Community

Teile von mehreren Anbietern

All-in-one, z. B. Merchavio
  • Shop und Checkout
  • Zahlung auf dein Stripe-Konto
  • Kurse, Downloads, Community
  • Zugang und Kündigung

ein System; Grenzen stehen weiter unten

Was du für einen Mitgliederbereich zum Verkaufen zusammenstellst. Stand: 04.11.2026.

Spätestens beim ersten Besuch der Community legen Käufer ein Passwort fest. Danach melden sie sich mit E-Mail-Adresse und Passwort an oder lassen sich einen Einmal-Code per E-Mail schicken.

Endet ein Abo, schließt sich der Zugang zu Community, Kurs und Downloads von selbst. Wer sich danach mit seinem Passwort anmeldet, sieht in der Community den Knopf „Zugang buchen“. Kündigen können Mitglieder selbst über „Verträge hier kündigen“ in deinem Shop, ohne sich vorher anzumelden. Shop und Community lassen sich als App mit deinem Namen und Icon aufs Handy installieren.

Das hat Grenzen. Mitglieder kommen bei Merchavio nur über einen Kauf in deinen Bereich. Einen Import bestehender Mitglieder aus einem anderen System mit ihrem Zugang gibt es nicht. Wer schon bei dir gekauft hat, bekommt einen Gratis-Code; wer ein Abo hatte, schließt es neu ab. Für einen kostenlosen Bereich für Verein oder Team ist Merchavio nicht gemacht, da passt ein Baukasten besser. Einen eingebauten Planwechsel für Mitglieder hat Merchavio noch nicht. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht. Testen kannst du Merchavio 5 Tage kostenlos und ohne Kreditkarte.

Was kostet eine Website mit Mitgliederbereich?

Ein Beispiel: 50 Mitglieder zahlen dir je 19 € im Monat, zusammen 950 €. Gerechnet ist mit den Preisen vom 02.10.2026 und dem Euro-Referenzkurs der EZB von 1,1225 $ je Euro.

  • WordPress mit STRATO Plus und MemberPress Growth kostet im ersten Jahr rund 27 € im Monat (1 € Hosting plus 349,50 $ Lizenz geteilt durch 12), danach rund 61 € (9 € plus 699 $ geteilt durch 12). Mit MemberPress Launch wären es wegen der 4,9 % Gebühr ab dem zweiten Jahr rund 85 €.
  • Wix mit dem Tarif Core kostet etwa 24 bis 32 € im Monat, je nach Laufzeit.
  • Merchavio Starter kostet 19 € Grundpreis plus 1,9 % und 0,25 € je Verkauf, zusammen 49,55 € zzgl. USt.

Dazu kommen bei jedem Weg die Gebühren des Zahlungsanbieters. Bei Stripe sind das für eine normale Karte aus dem EWR 1,5 % + 0,25 € je Zahlung (Preise von Stripe), im Beispiel also rund 27 € im Monat. Bei Wix Payments sind es für Visa- und Mastercard-Karten aus Deutschland 1,9 % + 0,30 € (Gebühren laut Wix-Hilfe), im Beispiel rund 33 €. Welcher Zahlungsweg zu Abos passt und wo die Abos danach liegen, vergleicht unser Artikel über Zahlungsanbieter für Online-Kurse.

950 €
Umsatz im Monat mit 50 Mitgliedern zu je 19 €
rund 27 €
Stripe-Gebühren im Beispiel
rund 33 €
Gebühren mit Wix Payments im Beispiel
Kartenzahlungen aus Deutschland bzw. dem EWR, Preise der Anbieter vom 02.10.2026.

Die Anbieter geben ihre Preise unterschiedlich an: STRATO mit MwSt., MemberPress in Dollar ohne mögliche Steuern, Merchavio ohne USt. Beim Wix-Preis aus dem Vergleich von experte.de steht nicht dabei, ob die MwSt. enthalten ist. Nimm die Zahlen deshalb als Größenordnung.

Rechnet man die Zahlungsgebühren dazu, kostet im Beispiel WordPress im ersten Jahr rund 54 € im Monat, Wix etwa 57 bis 65 € und Merchavio Starter rund 76 € zzgl. USt. Ab dem zweiten Jahr steigt WordPress mit MemberPress Growth auf rund 88 €. Für einen Mitgliederbereich mit geschützten Seiten sind Wix und WordPress im ersten Jahr also am günstigsten. Eine All-in-one-Plattform rechnet sich, wenn du sonst für Kurs, Community, Livestreams und Newsletter je ein eigenes Werkzeug bezahlen würdest.

Die drei Wege im Vergleich

Die Tabelle fasst zusammen, was oben zu den drei Wegen steht. In der Spalte All-in-one steht Merchavio, weil wir es entwickeln und seine Funktionen genau kennen. Bei Kajabi oder Skool sieht es in einzelnen Zeilen anders aus.

WordPress mit PluginWix mit PreisplänenAll-in-one (Merchavio)
EinrichtungHosting, WordPress, Plugin und Zahlungsanbieter selbst verbindenMitgliederbereich und „Preispläne“ als Apps hinzufügenShop anlegen und Stripe verbinden
Abo und Zahlungüber das Plugin, z. B. MemberPress mit Stripemit „Preispläne“, Premiumpaket nötigeingebaut, Zahlung auf dein Stripe-Konto
Mitglieder kündigen selbstje nach Pluginja, wenn „Plankündigung erlauben“ eingeschaltet istja, über „Verträge hier kündigen“ ohne Anmeldung
Zugang nach Abo-Endeje nach Pluginendet mit der bezahlten Zeitendet automatisch für Community, Kurs und Downloads
Kurs und Communityweitere Plugins oder Toolsweitere Apps, Kopplung an den Preisplan prüfeneingebaut
PflegeUpdates und Lizenz jedes Jahr selbstTechnik pflegt WixTechnik pflegt die Plattform
Kostenlosnein, Hosting und meist Plugin kostenja, solange du nichts verkaufstnein, 5 Tage Test ohne Kreditkarte
Grenzenviele Teile müssen nach jedem Update zusammenpassenje mehr Funktionen, desto mehr Appskein Import bestehender Mitglieder, kein Planwechsel für Mitglieder
Kosten im Beispielrund 54 € im 1. Jahr, danach rund 88 €etwa 57 bis 65 €rund 76 € zzgl. USt

Kosten im Monat für 50 Mitglieder zu je 19 €, mit Zahlungsgebühren, Preise vom 02.10.2026. Rechnung und Quellen stehen im Abschnitt zu den Kosten.

Welcher Weg passt zu dir?

  • Wenn du nur ein paar Seiten für Verein oder Team schützen willst, nimm den Baukasten, den du schon hast, oder einen mit kostenlosem Mitgliederbereich.
  • Wenn du Zugang zu einigen Seiten oder Downloads verkaufst und wenig Technik willst, ist Wix mit Preisplänen der kürzeste Weg. Schalte dort die Kündigung durch Mitglieder ein.
  • Wenn du schon eine WordPress-Seite hast oder alles selbst bestimmen willst und Zeit für Pflege hast, nimm WordPress mit einem Mitglieder-Plugin.
  • Wenn die Mitgliedschaft selbst dein Produkt ist, mit Kurs, Community oder Livestreams, und du keine fünf Werkzeuge verbinden willst, passt eine All-in-one-Plattform. Merchavio kannst du dafür 5 Tage ohne Kreditkarte ausprobieren. Wie eine bezahlte Community dort aussieht, zeigt die Seite Community-Plattform.
Nächster Schritt

Wenn klar ist, was ein Mitgliederbereich können muss, bleibt die Frage, was das im Monat kostet, wenn Kurs, Community und E-Mail dazukommen.

Online-Kurs-Plattformen im Vergleich: Was Kurs und Community kosten →

Online-Kurs-Plattformen im Vergleich: Tool-Mix, ablefy, Kajabi und Merchavio für Kurs und Community, in Euro gerechnet mit allen Gebühren.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich eine Website mit Mitgliederbereich?

Es gibt drei Wege: WordPress mit einem Mitglieder-Plugin, einen Baukasten wie Wix mit Mitgliederbereich und Preisplänen oder eine All-in-one-Plattform für digitale Produkte. Für ein paar geschützte Seiten reicht ein Baukasten. Willst du Mitgliedschaften verkaufen, prüfe vorher, ob Zugang und Kündigung automatisch laufen.

Kann ich einen Mitgliederbereich kostenlos erstellen?

Ja, solange du nichts verkaufst. Viele Baukästen haben passwortgeschützte Seiten, und Wix hat einen Mitgliederbereich mit eigenen Konten, für den du ohne Online-Verkauf kein Premiumpaket brauchst. Zum Verkaufen brauchst du bei Wix ein Premiumpaket, bei WordPress ein Hosting und meist ein kostenpflichtiges Plugin.

Wie erstelle ich einen Mitgliederbereich mit WordPress?

Du buchst ein Hosting, installierst WordPress und ein Mitglieder-Plugin wie MemberPress, verbindest einen Zahlungsanbieter wie Stripe und legst fest, welche Seiten zu welcher Mitgliedschaft gehören. Danach richtest du Anmelde-, Konto- und Kündigungsseite ein. Updates für WordPress und Plugin spielst du selbst ein.

Was kostet eine Website mit Mitgliederbereich?

Für 50 Mitglieder zu 19 € im Monat kostet Wix Core etwa 24 bis 32 € im Monat, WordPress mit STRATO und MemberPress Growth im ersten Jahr rund 27 € und danach rund 61 €. Dazu kommen die Gebühren des Zahlungsanbieters. Merchavio Starter käme auf 49,55 € zzgl. USt plus Stripe-Gebühren. Stand: 02.10.2026.

Was passiert, wenn ein Mitglied kündigt?

Das hängt vom System ab. Gut eingerichtet läuft der Zugang bis zum Ende der bezahlten Zeit und schließt sich dann von selbst. Bei Wix musst du die Kündigung durch Mitglieder für jeden Preisplan erlauben, bei WordPress hängt es vom Plugin ab, bei Merchavio endet der Zugang zu Community, Kurs und Downloads automatisch mit dem Abo.

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